Best Practices Konfiguration mit Advanced Performance Parametern
Viele Admins setzen Virtualisierung mit zentraler Storage ein. Oftmals kommt eine Kombination VMware vSphere und HP EVA zum Einsatz. Um ein optimales Zusammenspiel beider Komponenten zu erreichen sind bei der Installation / Konfiguration einige Dinge zu beachten. Wichtig ist eine richtige Konfiguration / Präsentation der LUNs, aber auch am Multipathing von VMware sollten Änderungen vorgenommen werden. Außerdem kann eine enorme Performancesteigerung erreicht werden, wenn an den richtigen Schrauben gedreht wird.
Eine Zusammenfassung der wichtigsten Einstellungen / Empfehlungen habe ich in meinem Wiki hinterlegt.
Seit heute ist VMware vSphere 4.1 verfügbar. Ein ausführlicher Artikel folgt heute noch. Inzwischen gibt es ja genug Informationen zu den technischen Neuheiten auf den verschiedenen Blogs oder VMware. Daher werde ich euch jetzt eine Auflistung ersparen.

Sehr interessant ist, dass VMware die Lizenzierung ein klein wenig umgestellt hat. Es gibt immer noch die gleichen Lizenzen ABER in der Standard Version ist ab sofort VMotion enthalten. Anbei noch eine Übersicht der Editionen und Funktionen.

ESX / ESXi 4 ändert Handling von Snapshot LUNs
Über den Punkt Advanced LVM Settings wird unter ESX / ESXi 3.5 das Verhalten bei erkannter Snapshot LUN konfiguriert. Zum einen gibt es EnableResignature. Bei Aktivierung kann der ESX Server eine neue Signatur auf die LUN schreiben. Dies passiert wenn z.B. eine bekannte Partition unter einer anderen LUN ID erscheint. Zum anderen wird mit DisallowSnapshotLUN das Mounten eines Replicas einer bereits bekannten LUN gesteuert.
Beide Optionen gelten systemweit für jede erkannte LUN.
Unter ESX / ESXi 4 gibt es diese Parameter nicht mehr. Statt dessen wird die Konfiguration in die Konsole verlagert. Somit kann jede LUN unterschiedlich angepasst werden. Zusätzlich kann auch über den vSphere Client eine Konfiguration vorgenommen werden. Beim Hinzufügen neuer LUNs können z.B. Replicas eingebunden werden.
Anzeige der Erkannten LUNs
esxcfg-volume –l
Mount der LUN bis zum nächsten Reboot
esxcfg-volume –m “<VMFS UUID|label>”
Dauerhafter Mount der LUN
esxcfg-volume –M “<VMFS UUID|label>”
Resignatur der LUN
esxcfg-volume –r “<VMFS UUID|label>”
Fehler beim Analysieren der Datei ‘clients.xml’ des servers ‘<name>’
Aktuell kommt es bei vielen vSphere Installationen zu Fehlern beim Starten des Clients. Der Client bricht mit folgender Meldung ab :

Schuld daran hat ein Microsoft Windows Update (KB980773). Nach einer Deinstallation funktioniert es in den meisten Fällen wieder.
Alternativ wird die Installation des neuesten vSphere Clients empfohlen
Einen entsprechenden VMware KB Artikel gibt es bereis. Betroffen sind alle Versionen vor Update 1 (Build Nummer 208111).
Nähere Informationen stehen auch in meinem Wiki.
Virtualisiertes Windows mit HP Reseller Option Kit (ROK) Media
Als HP Fachhändler ist möglich, eine Windows Lizenz gleich beim Kauf eines Proliant Servers dazu zu bestellen. Dies zu einem wesentlich günstigeren Preis als ein OEM Produkt.
Der einzige Unterschied (neben den HP gebrandeten Datenträger) ist eine integrierte Prüfroutine um den Hardwaretyp festzustellen und eine Installation auf einem anderen System zu verhindern.
Wird das Windows unter VMware virtuell installiert, bricht die Installation mit einer Fehlermeldung ab.

Das Problem liegt an der falsch erkannten “Hardware”. Um das BIOS des Proliant Server korrekt zu erkennen, muss in der VMX Datei der VM eine Zeile hinzugefügt werden. Dies geschieht entweder per Editor oder über den VM Client unter Konfigurationsparameter der VM Einstellungen.
SMBIOS.reflectHost=TRUE
Weitere Anmerkung :
Laut HP gibt es keine Lizenzprobleme, wenn eine ROK Version virtuell unter VMware installiert wird. Außerdem gibt es dazu ein Customer Advisory.
Die Core Edition bietet ja bekanntlich keine GUI (ist ja auch der Sinn der Sache). Deswegen müssen die VMware Tools mit folgenden Befehl installiert werden.
msiexec /i
\VMware Tools64.msi /qn
Nach der Installation wird ein automatischer Neustart durchgeführt.
VMware hat für vSphere 4.0 verschiedene Hardening Guides (allerdings noch Beta) freigegeben um eine virtuelle Umgebung abzusichern.
Es besteht aus mehreren einzelnen Abschnitten, die jeweils die Härtung des Systems beschreiben.
- COS (Service Console)
- vCenter
- vNetwork
- Host
- Virtual Machines
Für alle VMware Kunden mit einer HP EVA SAN gibt es die Möglichkeit, das Virtual Center mit einem Plugin aufzurüsten und von da aus Infos zur EVA zu erhalten. So können Diskgruppen, Raidlevels uvm. bereits im Virtual Infrastructure Client angeschaut werden.
Die Funktionalität wird in diesem Video genauer gezeigt
Momentan wird nur Version 3.5 des ESX bzw ESXi Servers bzw. vCenter 2.5 unterstützt. Für die EVA benötigt man mind. CommandView 7.
Weiterführende Links
http://communities.vmware.com/blogs/amodi/2009/06/22/plugin-eva-for-vmware
Anzahl der vorhandenen Snapshots pro VM im vSphere Client
Snapshots sind unter VMware eine sehr nützliche Funktion um schnell zu einem alten Datenstand zurückzugehen, bzw. werden auch für Sicherungen mit VCB verwendet.
Allerdings können Snapshots auch sehr gefährlich werden, da in größeren Umgebungen sehr schnell der Überblick verloren gehen kann. Dies passiert wenn verschiedene Personen die VMs administrieren oder auch wenn VCB Probleme macht.
Leider werden die Snapshots nicht automatisch im VI Client angezeigt. Nachträglich kann jedoch mit Hilfe der Powershell und PowerCLI eine weitere Spalte hinzugefügt werden. In dieser wird die aktuelle Anzahl der Snapshots pro VM angezeigt.
Wie dies zu aktivieren ist, habe ich in meinem Wiki näher dokumentiert.

vSphere 4 Client unter Windows 7 RC verwenden
Unter Windows 7 lässt sich der vSphere Client ohne Probleme installieren, aber nicht verwenden. Beim Starten kommt eine Fehlermeldung :
Error parsing the server "SERVER IP" "clients.xml" file. Login will continue, contact your system administrator.
Mit ein paar kleinen Tricks bringt man diesen aber doch noch zum Laufen.
In meinen Wiki hab ich eine Anleitung zur Installation und Konfiguration des Clients unter Windows 7 hinterlegt

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