Neues vom Michl

 

Juni 2010

ESX / ESXi 4 ändert Handling von Snapshot LUNs

Über den Punkt Advanced LVM Settings wird unter ESX / ESXi 3.5 das Verhalten bei erkannter Snapshot LUN konfiguriert. Zum einen gibt es EnableResignature. Bei Aktivierung kann der ESX Server eine neue Signatur auf die LUN schreiben. Dies passiert wenn z.B. eine bekannte Partition unter einer anderen LUN ID erscheint. Zum anderen wird mit DisallowSnapshotLUN das Mounten eines Replicas einer bereits bekannten LUN gesteuert.

Beide Optionen gelten systemweit für jede erkannte LUN.

Unter ESX / ESXi 4 gibt es diese Parameter nicht mehr. Statt dessen wird die Konfiguration in die Konsole verlagert. Somit kann jede LUN unterschiedlich angepasst werden. Zusätzlich kann auch über den vSphere Client eine Konfiguration vorgenommen werden. Beim Hinzufügen neuer LUNs können z.B. Replicas eingebunden werden.

Anzeige der Erkannten LUNs

esxcfg-volume –l

Mount der LUN bis zum nächsten Reboot

esxcfg-volume –m “<VMFS UUID|label>”

Dauerhafter Mount der LUN

esxcfg-volume –M “<VMFS UUID|label>”

Resignatur der LUN

esxcfg-volume –r “<VMFS UUID|label>”

Fehler beim Analysieren der Datei ‚clients.xml‘ des servers ‚<name>‘

Aktuell kommt es bei vielen vSphere Installationen zu Fehlern beim Starten des Clients. Der Client bricht mit folgender Meldung ab :

vmwareerror

Schuld daran hat ein Microsoft Windows Update (KB980773). Nach einer Deinstallation funktioniert es in den meisten Fällen wieder.

Alternativ wird die Installation des neuesten vSphere Clients empfohlen

Einen entsprechenden VMware KB Artikel gibt es bereis. Betroffen sind alle Versionen vor Update 1 (Build Nummer 208111).

Nähere Informationen stehen auch in meinem Wiki.

Auch für Windows XP SP2 gibt es keinen Support mehr

Microsoft stellt am 13. Juli 2010 den “extended support” für Windows 2000 ein. Für alle Produktversionen (Professional bis Datacenter) gibt es danach keinen Support und keine Updates und Sicherheitspatches mehr.

Dasselbe gilt für Windows XP mit SP2. Nach diesem Datum werden nur Benutzer mit SP3 Unterstützung von Microsoft erhalten.

Supportmatrix Microsoft Windows 2000

Supportmatrix Microsoft Windows XP SP2

Mainstream Support für Windows Server 2003 endet

Für alle Windows Server 2003 Versionen endet der Mainstream Support. Allgemein erhältlich sind dann nur noch Patches für “kritische Sicherheitsprobleme”. Alle anderen Patches wird es nur noch mit gültigem Supportvertrag geben (bis Juli 2015).

Supportmatrix Microsoft Windows Server 2003

Für alle anderen Produkte von Microsoft gibt es hier Informationen

Supportmatrix alle Microsoft Produkte

Einen ersten Bug unter iOS gefunden – Panorama View 3D funktioniert nicht

Seit gestern bin ich auf die GM Version von iOS 4 umgestiegen (ganz legal – ich hab ja einen Developer Account). Die auffälligsten Neuerungen sind natürlich Wallpaper, einheitlicher Posteingang und Ordner. Viele Änderungen liegen im Detail und merkt man nicht sofort. Einen genauen Überblick erhält man von der Apple Website. Das erwähnte Multitasking kann erst richtig getestet werden, wenn die Apps entsprechend programmiert wurden. Ich hatte jedenfalls Möglichkeit einen Test durchzuführen. Insgesamt funktioniert alles sehr flüssig und die Beta von iTunes 9.2 macht bisher auch keine Probleme.

Fazit für mich : Mit iOS 4 hat Apple viele fehlende und einige neue Features implementiert. Allein die Ordner sind für mich ein Update wert. Ein Quantensprung nach vorne ist iOS sicherlich (noch) nicht.

PS: Einen kleinen Bug habe ich aber gefunden; unter Navigon MobileNavigator Europe funktioniert die “Panorama View 3D” nicht mehr. Die Navigation ist nur im 2D oder 3D Kartenmodus zu benutzen. Bis zum offiziellen Release hoffe ich auf ein Update von Navigon.

UPDATE 19.06.2010

Soeben kam per Twitter die Meldung, dass Version 1.6 (EU10, Europa und Select Edition) iOS 4 unterstützen wird.

UPDATE 08.07.2010

Auch das “Panorama View 3D” wird in 1.6 wieder funktionieren.

Kostenlose “Weg-werf-Email” für schnellen Mailempfang

Das Problem sollte jeder kennen, ohne eine Anmeldung inkl. gültiger Emailadresse geht im Internet gar nicht mehr. Oftmals wird ein Passwort oder Aktivierungslink versendet. Entweder man benutzt seine “produktive” Adresse (im Hinblick auf SPAM u.ä. keine gute Idee) oder erstellt sich einen Dummy Account bei einem großen Anbieter wie GMX, WEB.DE o.ä.

Wem dies zu viel Aufwand ist, der kann per Trash-mail eine 6 Stunden gültige Mailadresse einrichten. Einfach eine @trash-mail.com Adresse ausdenken, auf der Website die eine Mailadresse benötigt eingeben und sich die Infos senden lassen. Anschließend auf Trash-Mail direkt und kostenlos abrufen. Es funktioniert auch mit Mailanhängen, allerdings nur bis zu einer Größe von 1 MB.

Ihr müsst keine persönlichen Daten hinterlegen und bis auf die IP Adresse ist alles anonym. Natürlich hat es einen kleinen Nachteil. Solltet ihr euch eine Email an eine Trashmail Adresse senden lassen und diese wird nicht sofort abgerufen, kann JEDER der innerhalb der 6 Stunden (zufällig) den gleichen Namen eingibt, eure Mail lesen. Deswegen nach Gebrauch sofort benutzen und Mail wieder löschen.

trashmail

Der Task Manager unter Windows gibt nicht besonders viele Informationen zu laufenden Prozessen. Die Ansicht lässt sich zwar erweitern, aber eine Übersicht der geöffneten Dateien / Verzeichnisse fehlt.

Microsoft bietet hierfür den kostenlosen Process Explorer. Über das Technet kann die Software heruntergeladen werden. Entwickelt von Sysinternals und später von Microsoft aufgekauft, kann es ab Windows XP bzw. Windows Server 2000 SP4 oder höher ausgeführt werden. Auch x64 oder IA64 ist möglich (die Screenshots wurden mit Windows 7 x64 erstellt).

Der Process Explorer gliedert sich in 2 Teile. Im oberen Teil des Fensters werden alle laufenden Prozesse und Unterprozesse angezeigt, im unteren Bereich die dazugehörigen Handels / geöffnete Dateien.

processxp1

processxp2

Sollte Windows 7 Probleme beim Booten haben oder eine Neuinstallation nicht richtig starten, kann das u.U. an einem Problem mit dem MBR liegen. Neu ist das Problem nicht, nur der Befehl hat sich geändert. Musste man mit früheren Windows Versionen noch mit fdisk /mbr arbeiten, ist das mit Windows 7 nicht mehr möglich. Der Befehl lautet nun bootrec /fixmbr. Die Eingabe erfolgt während der „normalen“ Installation. Hier kann eine Eingabeaufforderung geöffnet werden. Anschließend einfach eingeben und starten. Fertig.

Probleme unter Windows 7 mit MS Problem Steps Recorder automatisiert aufnehmen

Mit Windows 7 hat Microsoft den “Problem Steps Recorder” eingeführt. Damit lassen sich auf einfachste Art und Weise Probleme aufzeichnen. Auch für Laien ist der PSR leicht zu bedienen.

Gestartet wird das Tool über die Taskleiste. Einfach im Suchfeld psr eingeben und das Programm ausführen. Es erscheint folgendes Fenster

psr

Nach dem Klick auf “Aufzeichnung starten” nimmt der PSR alle Mausklicks auf und erstellt automatisch zugehörige Screenshots. Sollte ein Benutzer Probleme mit einem Programm haben, einfach den PSR starten und die Schritte bis zum Fehler ausführen (lassen). Dabei können über das Feld “Kommentar hinzufügen” Ausschnitte markiert und Anmerkungen dazu hinterlassen werden.

Gestoppt wird die Aufzeichnung über “Aufzeichnung beenden”. Eine Zipdatei wird automatisch erstellt und ein Fenster mit der Aufforderung zum Abspeichern erscheint. Der Inhalt der Zip Datei kann im Browser betrachtet werden. Dabei wird zu jedem Klick bzw. Kommentar ein Screenshot dargestellt.

Vor allem für Supportpersonal dürfte der PSR interessant sein, da Fehler leicht dokumentiert und ohne großen Aufwand z.B. per Mail versendet werden können.